Kurzportrait des Spielmannszuges Ulm-Lehr

Im Jahr 1956 wurde der Spielmannszug (SZ) Lehr als Unterhaltungseinlage anlässlich einer Hochzeit aus der Taufe gehoben. Aus dieser kurzweiligen Idee entwickelte sich im Laufe der Zeit ein bekannter und geschätzter Musikzug. Der SZ Lehr ist inzwischen der Feuerwehrmusikzug der Stadt Ulm und gehört organisatorisch zur Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr des Stadtteils Lehr.

Gründerzeit

Gründerzeit

Seit der Gründung legt der SZ großen Wert auf die Kooperation mit anderen Musikvereinen und die Nachwuchsausbildung mit eigenen Ausbildern. Zu diesem Zweck richtete der SZ bereits zwei Mal einen musikalischen Grundlehrgang (D1) aus. Die Teilnehmer kamen aus ganz Baden-Württemberg. Die Ausbilder des SZ haben sich alle durch die freiwillige Teilnahme an weiterführenden Musiker- bzw. Dirigentenlehrgänge (D2, D3 und C1, C2 sowie C3) an der Bundesmusikschule weitergebildet. Zwei grundsätzliche Dinge werden dabei nicht aus den Augen gelassen: Spaß am gemeinsamen Musizieren und die Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben.

In der Standardbesetzung spielen die Musiker mit kleinen und großen Trommeln, Tenortrommeln, Becken, Lyren, Trompeten, Diskant-, Sopran-, Alt- und Tenorflöten. Die Auftritte werden entsprechend des Anlasses entweder in der Ausgehuniform der Feuerwehr, der Schwäbischen Bauerntracht (Bauernhemd und Bundhose) oder einer selbst gestalteten Landsknechtuniform absolviert.

Bauerntracht

Unsere Bauerntracht

Neben regionalen Auftritten in Ulm, um Ulm und um Ulm herum, hat sich der SZ regelmäßig Einladungen zu Veranstaltungen innerhalb des gesamten Bundesgebiets erspielt. Internationale Erfahrungen sammelte der Zug bei Auftritten in Krumpendorf (Österreich). Ein herausragender Auftritt war sicher die mehrtägige Teilnahme am Rheinischen Karneval 2000.

Landsknechtsuniform

Fasching

Bestärkt durch ein erstes eigenes Konzert gemeinsam mit dem Deutschen Meister Corps Geloog Grön Eck aus Oberlar (Köln) nahm der SZ 1998 am 8. Landeswertungsspielen der Spielmannszüge des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg in Freiburg teil. Der Lohn der Arbeit war der Titel: "Landesmeister der Feuerwehrspielmannszüge in der Mittelstufe". Auf Grund harter Arbeit und einer guten Tagesform konnte 2003 beim 9. Landeswertungsspielen in Ulm der Titel verteidigt werden.

Der SZ Lehr wagt inzwischen ungewohnte Klänge und scheut nicht den Schritt weg von der Marschmusik hin zur leichten Unterhaltungsmusik wie Operettenmelodien, Samba Rhythmen und Popmusik. Zu diesem Zweck wurden das Repertoire und die instrumentale Ausstattung für konzertante Auftritte um Keyboard, E-Gitarre, Kesselpauken und einen Dudelsack erweitert.

Auf Grund des Erfolgs beim 9. Landeswertungsspiels 2003 in Ulm qualifizierte sich der SZ Lehr für das 9. Bundeswertungsspielen der Feuerwehrmusik in Alsfeld (Hessen) am 22. Mai 2005. Die intensive Vorbereitung wurde mit einer Goldmedaille, der Auszeichnung "hervorragende Leistung" und dem Titel Deutscher Vizemeister der Feuerwehrspielmannszüge belohnt.